HowTo: Halsblei

Auch ich benötige trotz schweren Knochen 😉 etwas zusĂ€tzliches Gewicht um nicht andauernd an die OberflĂ€che getrieben zu werden. Daher habe ich mich hingesetzt und ein angenehm zu tragendes Halsblei konzipiert und hergestellt.

Und damit ich es nicht vergesse und Ihr eine Anleitung zum selbst ausprobieren habt, schreibe ich die einzelnen Schritte hier auf.

Ich denke ich fange mal mit 1,5 Kg an (so als Probiererle).

Den ersten Versuch werden ich mit Sand erstellen. Alles andere, was ich brauche habe ich ohnehin, bis auf das Neopren, das ich als Umamntelung geplant habe. Also auf zum Decathlon und ein heruntergesetztes Neo Top fĂŒr 5 € gekauft. Das sollte fĂŒr den ersten Versuch ausreichen.

ZunÀcht die Liste der benötigten Sachen:

  • Das Neo-Top. Ich benötige GrĂ¶ĂŸe L, damit ich keine Bahnen zusammennĂ€hen muss.
  • Einen Fahrradschlauch oder vielleicht zwei, falls der erste Versuch daneben geht.
  • Kabelbinder.
  • Klettband zum aufnĂ€hen (HĂ€kchen- und Flauschband).
  • Einfassband.
  • Ein Blitzverschluss (Gurtverschluss) 25mm.
  • Faden.
  • Vulkanisier-Paste.

Dann natĂŒrlich eine NĂ€hmaschine, Schere, Stift, ein gutes Messer um gefĂŒhlte 100 NĂ€hte wieder aufzutrennen. Vorteil, durch die viele Übung bekomme ich auch das NĂ€hen irgendwie hin. Ein kleiner Hinweis zu Faden, Klettband, Blitzverschluss und Einfassband. Ich habe einen Teil dieser Sachen schon frĂŒher zum Basteln bei FunFabric erstanden. Dort gibt es auch unterschiedliche Neopren Meterware.

Zuerst habe ich mich hingesetzt, den Halsumfang gemessen und etwas gerechnet. Ich rate dringend dazu nicht am Abend eines aufreibenden Arbeitstages zu messen, des dicken Halses wegen ;-). Der erste Versuch ist jetzt etwas groß ausgefallen.

Folgende Annahmen:

  • G (GewĂŒnschtes Gewicht)
  • D (Dichte des FĂŒllmaterials)
  • U (Halsumfang)
  • d (Durchmesser des Schlauchs)

Folgende Formel fĂŒr d (gerne kommentieren oder verbessern. Die Formel basiert auf meinem >20 Jahre alten Physik und Mathe Wissen aus der Schule 😉  ):

d=sqrt((G*4)/(D*U*PI))

Erster Versuch:

  • Sand: G=2KG D=1,5Kg/dmÂł U=48cm=4,8dm => d=0,59dm=5,9cm

Das ergibt einen mÀchtig breiten Kragen. D.h. den zweiten Versuch werde ich wohl besser mit Bleischrot umsetzten. Dieser Versuch steht noch aus. Als Bleigranulat habe ich vernickelte Bleikugeln mit  ca. 2,5mm Durchmesser im Auge.

Nach der Messung, habe ich ein ca. 60 cm langes StĂŒck Fahrradschlauch abgeschnitten und mit 1,2 Kg Sand gefĂŒllt. Beide Enden habe ich mit Vulkanisier-Kleber und Kabelbindern Dicht verschlossen und so eine  1,3 Kg Schwere Wurst hergestellt, die ich nun noch mit Neopren ummanteln möchte.

Vor das NÀhen, haben die Götter die Reparatur der NÀhmaschine gesetzt. Leider ist die Zickzack-Mechanik defekt. nach ein paar Stunden lÀuft alles wieder und es kann losgehen.

ZunĂ€chst werden an das 2,5mm dicke und 11×60 cm große NeoprenstĂŒck 2 Nasen mit 2,5×8 cm genĂ€ht. Ich verwende dazu einen Zickzack Stich mit 6 mm Stichbreite und 2mm StichlĂ€nge.

Anschließend wird ein Klett HĂ€ckchenband auf die Nase genĂ€ht. Hierzu habe ich die Stichbreite auf 3mm reduziert. Das StĂŒck Klett ist 11 cm lang, damit es ĂŒber die Naht geht und sie damit verstĂ€rkt. Auf der anderen Seite und versetzt, habe ich ein 7cm langes passendes Flauschband aufgenĂ€ht. Die Idee ist, das ganze spĂ€ter zu einem Schlauch zusammenzunĂ€hen und den Blitzverschluss mit dem Klettband festzumachen. Also die richtige Position ermitteln und die richtige Seite verwenden, sonst mĂŒsst Ihr so lange die NĂ€hte wieder auftrennen, bis es passt ;-). Dann habe ich die spĂ€teren Außenkanten mit elastischem Band eingefasst. Das nĂ€chste Mal werde ich das Band nicht so sehr vordehnen, denn es sieht etwas schrumpelig aus.

Nachdem beide Seiten spiegelverkehrt fertiggestellt sind, kommt nun die lange Naht dran. auch diese habe ich mit einem 3mm breiten Zickzack Stich genĂ€ht. Dann umstĂŒlpen, ĂŒber die vorbereitete schwere Wurst ziehen (klingt einfach, hat mich 50 Minuten gekostet) die beiden Teile des Blitzverschlusses einsetzen und per Klett festmachen.

Das wars.

So jetzt ab ins Schwimmbad und testen…

2 Tage SpÀter

Der Test ist erfolgt:
Das Halsblei ist angenehm zu tragen, sieht recht gut aus, und das wars auch schon. Im Wasser habe ich wegen der Ummantelung mit Neopren noch knapp 1Kg Abtrieb. Damit ist es nur ein netter Halsschmuck, aber ich bin wenigstens an Erfahrung reicher, zumindest kann ich jetzt eine NĂ€hmaschine reparieren ;-).

 

 

Leave a Comment

Your email address will not be published.