Vor ein paar Tagen hat unsere Nachbarin abends an der Türe geklopft und uns ein kleines Päckchen vorbei gebracht, das an mich adressiert war. Voller Erwartung und Tatendrang machte ich mich über die Kartonage her um kurze Zeit später ein paar wabellige Schuhe in der Hand zu halten, die zu allem Überfluss auch noch Beulen an Stellen hatten, an denen ich dachte, da gehören doch die Zehen hin.
Etwas verwundert, suchte ich weiter und fand auch noch farblich abgestimmte Socken in der Verpackung, die wie die Schuhe auch, ungewohnte Deformationen aufwiesen.
Ein kleiner und vielleicht zumindest für die Leser amüsanter follow up.
Wer Tim Taylor kennt, erinnert vielleicht den Spruch “Real men don’t need intructions.” Diese Aussage prangert auf meinem XL Lauf-T-Shirt. Daher ignoriere ich auch alle Bedenken von Läufern, die mir sagten “Fang’ blos langsam an.”
Auf Achim Achilles Blog schildert Heike Prochazka einige Trainingsvorteile, die Läufer durch gelegentliche Wechsel des Trainingselementes haben. Im Wasser werden Läufer weicher und geschmeidiger, steigern Ihre Leistungsfähigkeit, werden mental stärker und regenerieren schneller. Super, also habe ich beste Voraussetzungen als Läufer.
Was bei mir jetzt noch fehlt ist das Laufen selbst.
Meine Tochter möchte seit Jahren einen süßen Hund als Haustier. Ich habe einen. Leider hat er Suidaeische Züge. Statt mich nach draußen zu bitten, eine kleine Runde zu drehen und die Umwelt zu beduften, was der Hunde Lieblingshobby zu sein scheint, bemüht sich dieser Schweinehund mich eher von Laufen abzuhalten. Er und Thor verstehen sich zur Zeit glänzend darauf als Team jede mögliche Ausrede für mich parat zu legen, die Laufschuhe nicht über Gebühr zu belasten. Ich bin nur froh, dass dieser Canidae wasserscheu ist, und es nicht schafft, mich vom sonntäglichen 2,5 Km Wasserverdrängen abzuhalten. Na denn werde ich noch etwas weicher und geschmeidiger.
Jetzt da ich darüber nachdenke, ist meine Vermutung, Geher sind Läufer, die einfach zu viel schwimmen waren. Was meint Ihr?
Verschiedene Ärzte haben mir gesagt, Schwimmen könne Gelenken und Muskulatur nicht so schaden wie z.B. das Laufen oder Joggen.
Nachdem wir nun einige Zeit intensiver aber immer noch ohne Anleitung Schwimmend unterwegs sind, habe ich bei mir festgestellt, dass die Muskelgruppe um die cingulum membri superiores nach dem Training immer häufiger verspannt sind und ich das Gefühl habe, die Schultern ziehen sich immer mehr nach vorne. Es stellt sich für mich die Frage, ist häufiges intensives Training und die Beschränkung auf Brustschwimmen vielleicht eine mögliche Ursache für eine Muskeldysbalance? Wie äußert sich diese? Was sind die Folgen? Und kann man an Hypochondrie zugrunde gehen?
Nach einem langen Tag auf den Pisten in den Schweizer Alpen gönnten wir uns in der Nordschweiz ein wässriges Erlebnis der besonderen Art. Die Eidgenossen wissen schon, wie man den Tag genießen kann.
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